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Full text of "Über das Verhältniß des mittelenglischen allitterirenden Gedichtes "William of Palerme" zu seiner französische Vorlage. I."

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Über das 
Verhältnis des 
mittelenglisc... 
allitterirenden 
Gedichtes ... 



Max Kaluza 



lhcjiil. 




I 



»II 



ÜBER DAS VERHÄLTNISS 

DES 

MITTELENGLISCHEN ALLITTERIRENDEN 

I GEDICHTES 'WILLIAM OF PALERNE' 



ZU SEINER 



FRANZÖSISCHEN VORLAGE. 



INAUGURAL-DISSERTATION 

WELCHE 

NEBST BEIGEFÜGTEN THESEN 

MIT GENEHMIGUNG DER 

PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄT DER UNIVERSITÄT ZU BRESLAU 
BEHUFS ERLANGUNG DER 

PHILOSOPHISCHEN DOKTORWÜRDE 

AM MITTWOCH, DEN 12. JANUAR l88x, VORMITTAGS II^HR, IM MUSIKSAALE 

DER UNIVERSITÄT *• 

ÖFFENTLICH VERTHEIDIGEN 

WIRD 

MAX KALUZA, 

GEGEN DIE OPPONENTEN 

ROBERT NICOLAUS, cand. phil. 
WLADISLAUS KUBLIK, stud. phil. 



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Die abhandlung findet sich vollständig abgedruckt in Kölbing's Englischen 
Studien, IV p. 196 ff. 

Verlag von Gebr. Henninger in Heilbronn. 



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HERRN 



Professor dr. EUGEN KÖLBING 



IN DANKBARER VEREHRUNG 



GEWIDMET 



VOM VERFASSER. 






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Der gegen ende des 12. Jahrhunderts abgefasste französische 
abenteuerroman »Guillaume de Palerne« wurde um das jähr 1350 
von einem minstrel, namens William, ins Englische übertragen, und 
zwar in der allitterirenden langzeile. Das französische sowohl, als 
das englische gedieht sind uns in je einer handschrift erhalten; das 
französische in der handschrift der arsenalbibliothek zu Paris, B. L. 
F. 178, herausgegeben von Michelant für die Soci£t£ des anciens 
textes fran^ais, Paris 1876 (=/?); das englische in einer handschrift 
der King's College Library zu Cambridge, herausgegeben von Madden 
für den Roxburghe Club, London 1832, und zum zweiten male von 
Skeat für die Early English Text Society, London 1867 (= E). 
Ausserdem existirt noch eine wahrscheinlich von Pierre Durand her- 
rührende prosaübertragung des französischen gedientes, die im laufe 
des 16. und 17. Jahrhunderts wiederholt gedruckt wurde, jetzt aber 
nur noch in wenigen exemplaren vorhanden ist und mir leider nicht 
zugänglich war. 

Bei der besonderen Stellung, welche die allitterirenden gediente 
des 14. Jahrhunderts in der englischen litteratur einnehmen, dürfte 
es wohl der mühe lohnen, das englische gedieht »William of Palerne« 
mk der französischen vorläge eingehender zu vergleichen, um daraus 
die art und weise der übersetzungsthätigkeit des englischen dichters 
kennen zu lernen. In dieser richtung ist von denjenigen gelehrten, 
welche sich bisher mit »William of Palerne« beschäftigt haben, noch 
wenig gethan worden. Madden sagt hierüber nur einige wortc (bei 
Skeat p. XXII); Skeat hatte gelegenheit, die ersten 500 verse des 
englischen gedientes mit dem entsprechenden abschnitte des damals 
noch nicht edirten französischen zu vergleichen, und macht einzelne 
diesbezügliche bemerkungen in. den Notes, p. 220 — 224; allein es 



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zeigt sich dabei eine gewisse Voreingenommenheit für den englischen 
dichter ; auch ist der abschnitt, den Skeat zu vergleichen in der läge 
war, zu klein, als dass sich daraus ein endgiltiges resultat ziehen 
Hesse; Isaac Asklöf's »Essay on the romance of William and the 
werwolf«, Stockholm 1872, ist eine werthlose compilation von gram- 
matischen und etymologischen bemerkungen zu dem in Morris» 
»Specimens of Early English« abgedruckten abschnitte unseres ge- 
dientes, v. 3 — 381; Trautmann in seiner schrift »Ueber Verfasser 
und entstehungszeit einiger allitterirender gediente des Altenglischen« 
handelt nur über dialekt, metrum und stilistische eigenthümlichkeiten 
unseres gedichtes im verhältniss zum Alexanderfragment A ; Rosen- 
thal, »Die allitterirende englische langzeile im 14. Jahrhundert« 
(Anglia I, 4 1 4 — 45 9) beschäftigt sich mit dem metrum ; Michelant 
begnügt sich mit der kurzen bemerkung: La traduetion suit presque 
pas ä pas 1' original, sauf un petit nombre de passages peu intelligibles 
sans doute pour le tradueteur et que par ce motif il a cru pouvoir 
abrdger (p. XVII). Werthvoll sind die ausftihrungen ten Brink's 
(Gesch. der engl. litt. p. 419 f.), dem wol die Michel an t'sche aus- 
gäbe des französischen textes schon vorgelegen hat, jedoch bedürfen 
dieselben noch einer modificirung. Es mag daher im folgenden 
versucht werden, das verhältniss des englischen gedichtes zu der 
französischen vorläge möglichst eingehend und allseitig zu prüfen. 

Wir werden hierbei zunächst die gesichtspunkte aufzustellen 
haben, welche die abweichungen der englischen Übersetzung von F 
erklären, nämlich die Verschiedenheit der spräche, des metrums und 
des publikums beider gedichte und die eigene, willkürliche thätigkeit 
des englischen bearbeiters. Die weniger wichtigen abweichungen, 
welche nur durch die Verschiedenheit der spräche und des metrums 
hervorgerufen sind, will ich bei dieser gelegenheit sofort durch bei- 
spiele erläutern, um später nicht mehr darauf zurückzukommen. Die 
wichtigeren differenzen zwischen beiden gedichten sind ferner im ein- 
zelnen aufzusuchen, und zwar werden wir zunächst zu betrachten 
haben, wie der Übersetzer die äussere form der erzählung durch 
Vervollständigung des Zusammenhanges, durch motivirung und Ver- 
deutlichung des erzählten, durch ausschmückung des details und 
durch Umstellung einzelner partien verändert hat. Sodann haben 
wir diejenigen momente ins äuge zu fassen, welche den in halt des 
gedichtes betreffen; es wird sich dabei herausstellen, dass der bear- 
beitet einerseits seine vorläge verkürzt hat durch weglassung solcher 
dinge, die ihm unwichtig oder für sein publikum unverständlich er- 



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schienen, oder durch unvollkommene wiedergäbe solcher abschnitte, 
zu deren darstellung er weniger lust und geschick hatte (festlichkeiten, 
gewänder etc., kämpf, gemüthsstimmungen, liebe). Wir werden auf 
der andern seite sehen, wie der englische dichter bei einer reihe 
von abschnitten mit grösserer Vorliebe verweilt und dieselben weiter 
ausschmückt, nämlich bei .den meisten episoden, bei naturschilderungen, 
bei der erzählung vom essen und trinken, insbesondere aber bei der 
Zeichnung einzelner Charaktere. 

Bei der Schwierigkeit jedoch, eine befriedigende gruppirung der 
einzelnen punkte aufzustellen und consequent durchzuführen, bitte ich 
von vornherein um nachsichtigere beurtheilung, wenn die von mir 
gewählte anordnung des Stoffes nicht frei von jedem tadel ist. 

Die Übertragung des vorliegenden gedichtes aus dem Franzö- 
sischen ins Englische sollte natürlich keine wortgetreue Übersetzung 
sein, wie etwa die meisten unserer modernen Übersetzungen es 
sind; man war vielmehr im mittelalter gewohnt, nur auf genaue 
wiedergäbe des sinnes und des inhaltes sein augenmerk zu richten, 
während man in bezug auf die äussere form der darstellung völlig 
freie hand behielt. Wir finden daher auch, dass William of Palerne 
in spräche und diction nicht etwa eine sklavische anlehnung an 
F zeigt, sondern einen durchaus englischen Charakter an sich trägt. 
Dies zeigt sich besonders, wenn wir die stehenden phrasen und 
epischen formein beider gediente mit einander vergleichen. Nur selten 
hat der englische dichter dieselben genau aus F übertragen ; gewöhn- 
lich hat er aus dem reichen schätze der ihm aus der englischen 
litteratur bekannten redewendungen geschöpft, die zwar denselben 
sinn wiedergeben, jedoch im ausdrucke verschieden sind. Um nur 
ein beispiel anzuführen, mag darauf hingewiesen werden, dass bei 
den so häufigen anrufungen gottes in den attributen, welche gott 
beigelegt werden, uns in F gott zumeist entgegentritt als Schöpfer, 
erhalter und lenker der weit, während in E Jesus Christus, der am 
kreuze für uns gestorben ist und uns erlöst hat, und insbesondere 
auch in viel ausgedehnterem masse Maria, »die milde königin des 
himmels, die quelle der barmherzigkeit« , angerufen wird. 

Jedes der beiden gediente weist ferner originelle, sprichwörtliche 
redewendungen auf; ich erinnere für E nur an fan fand he tust ö* 
no neti (E. v. 83) und ded as dorenail (E. v. 628. 3396); vgl. auch 
alle pe surgyens of salerne, E. v. 964. 1033. 1576. Auch in bezüg 
auf die Verbindung der sätze entspricht E den forderüngen der eng- 
lischen grammatik; es finden sich daher in der construetion gar 



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8 

manche abwekhungen von F. So sind z. b. sätze, die in F coor. 
dinirt sind, in £ subordinirt: 

F. v. 1456 f. E. v. 852 f. 

Au damoisel en sont venues. & as tit as |>ei come him to * J>e soJ>e for to teile 
Devant lui sont assises lors. fei sett hem doun softly * f>at semly before. 

F. y. 2433—35. E. v. 1323 f. 

L'emperere sctqu'il est mors; whanne ßemperour pat wist * wijtly he comanded 

A une iglise en fait le cors to burye him- as out to be * swiche a burne nobul. 
Mult richement ensevelir. 

Noch häufiger findet sich das gegentheil, dass subordinirte sätze 
von F in E coordinirt wiedergegeben werden; insbesondere werden 
relativisch angeschlossene bemerkungen in E durch einen selbständigen 
satz ausgedrückt, man vergleiche z. b. : 

F. v. 526—528. E. v. 304—306. 

Etcilrespontquimults'endelt |>e couherde was in care • i can him nofring white; 
Q u i ne li ose contredire ac witerly dorst he nou^t werne * f>e wille of his lord, 

Que son boin face comme sire. but graunted him goddeli * on godis 'holy name. 

F. v. 2560 — 2562. E. v. 1418— 1420. 

O lui furent venu pluisour ... & for f>at solempne sesoun • dede somoun aUe |>e 

grete . . . 
Q u ' a cele feste avoit semons. and alle to his comandement * comen ful sone. 

Vgl. F. v. 3150 f. / E. v. 1769 — 71; F. v. 5230 — 32 / E. v. 
3141 f.; F. v. 5309—11 / E. v. 3I73—75- 

Es sind ferner einzelne sätze des französischen gedichtes oft nur 
durch ein wort wiedergegeben, z. b. : 

F. v. 380. E. v. 193. 

Qui en sa compaignie estoient his felawes. 

F. v. 463. E. v. 271. 

Li vachiers contre luiselieve f>e cherl grocching forf> gof> *wif> £e gode child. 
Cui mult anuie fort et grieve. 

oder umgekehrt, es ist ein wort oder eine adverbiale bestimmung in 
E zu einem ganzen satze erweitert, z. b. 

F. y. 640 f. E. v. 392 f. 

Por la biaute* que tant avoit but alle awondered f>ei were • of f>e barn him bihinde, 
S'en esmerveillent li pluisor. so faire & so fetise it was * & freliche schapen. 

Es ist ferner mitunter die activische construktion in eine passi- 
vische umgewandelt: 

F. v. 393. E. v. 2ii, 

Mais trestot seul l'orent & boute eny liuing lud * left was he one. 
gmerpi. 

und umgekehrt die passivische construction in eine activische, z. b. : 



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F. v. 5094 f. E. v. 3033. 

Mais les piax qu'il orent vestues J>e hote sunne ha de so hard • f>e hides stiued. 
Erent si par le chaut sechies. 

Das object oder ein anderer satztheil wird zum subject gemacht 
und umgekehrt, z. b.: 

F. v. 666 f. E. v. 416. 

Et que /'avoient seul laissie" how he hade missed is mayne * & malskrid 

aboute. 
Si home tuit et degerpi. 

F. v. 4874 f. E. v. 2968 f. 

Quant la roine ot de son fil Whan |>at loueli ladi • hade listened his wordes 

Dire le maistre qu'*7 repaire & herd seie f>at sehe schold • hire sone azen 

winne. 
F. v. 5240. E. v. 3149. 

De moi orre*s la verite* & of sorwe i haue suffred * sone wol i teile. 

Insbesondere wird häufig der satz *A ist söhn oder tochter 
von B« wiedergegeben durch »B ist vater von A« ; z. b. : 

F. v. 281. E. v. in. 

II estoit fix le roi d'Espaigne J>e kud king of spayne • was kindely his fader. 

F. v. 5235. E. v. 3145. 

Fille rempereor.de Roume J>e real emperour of rome • is redeli hir fader; 

desgl. F. v. 429 — 432 / E. v. 241; F. v. 531 f. / E. v. 308 f. etc. 
Statt eines affirmativen satzes wird das gegentheil negirt und 
umgekehrt, z. b.: 

F. v. 5630 E. v. 3355. 

Mult en est lies et si a droit, he was gainli glad * no gom £>urt him blame. 

F. v. 1274 f. E. v. 732. 

Car ne li puet issir del euer but certes J)at semli * sat so in his hert 
La bele qui a le cors gent. 

F. v. 2531. E. v. 1398. 

Que nus n'i puet noter nul mal for no seg f>at it seye * schuld schoche but gode 

F. v. 4803 f. E. v. 2925. 

Cil qui le mont a establi f>e prince of heuen * jou hap prestli in mynde 

Ne vos a pas mis en oubli; 

vgl. F. v. 1427 / E. v. 847; F. v. 427a /E. v. 2513; F. v. 4971 f. / 

E. v. 2991; F. v. 5410 / E. v. 3232; F. v. 5200 / E. v. $u6; 

F. v. 6367 / E. v. 3707 f. 

Endlich werden die einzelnen personen in E nicht immer auf 
dieselbe weise bezeichnet, wie in F ; vtelmehr wechselt der eigenname 



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10 

mit der bezeichnung des ranges oder familienverhältnisses willkürlich 
ab, so z. b.: 

F. v. 283. E. v. 113. 

De lui estoit morte sa mere & at f>e burp of pat barn • f>e bold ladi deide. 

F. v. 3348 f. E. v. 1897 f. 

A la pucele et au vassal & wendes euen to william * a wel god spede 

Est repairies. & to meliors his make. 

F. v. 4215. E. v. 2468. 

Li peres i vint ains que nus. J>e p r o u o s t bifore pe puple * priked |>ider formest. 

F. v. 4874. E. v. 2968. 

Quant la roine ot de son fil Whan]>at loueli ladi * hade listened his wordes. 

Es ist ferner die directe rede von F, namentlich bei kürzeren 
abschnitten oft durch indirecte rede wiedergegeben, so z. b. ist die 
antwort des kuhhirten auf die frage des kaisers , ob Guillaume wirk- 
lich sein söhn sei, F. v. 492 — 511 und 518—525 in E kurz zu- 
sammengefaßt in den versen: 

E. v. 292 — 296. 
J>erfore trewly as tit • he told him f>e sof>e 
how he him fond in f>at forest ' f>ere fast biside 
clof>ed in comly cloping * for any kinges sone 
vnder an holw ok • purth help of his dogge ; 
& how faire he hade him fed * & fostered VII winter. 

vgl. ferner: 

F. v. 644 f. E. v. 395. 

Signor, Diex qui pas ne m'oublie he gaf hem answere agayn * pat god it him sent, 
Ce m'a par sa merci doune\ 

F. v. 1352 f. E. v. 799. 

Bele, as me tu l'erbe porquise. wher sehe hade gete hire gras * pat schuld hire 

greues hele. 
Que tu me deis l'autre jor. 

F. v. 1462 f. E. v. 873 f. 

Bien soies vous, 'fait il\ venues & kurteyslyche knelyng • pat komly he grett 
Mes damoiseles ambesdous. & afterward alysaundrine * as he wel out; 

desgl. F. v. 2534 f. / E. v. 1400; F. v. 3263—65 / E. v. 1854 f.; 
F- v - 3535 / E - v - J 9 8 7; F- v. 4789—93 / E. v. 2919 f. etc. 

Umgekehrt hat der englische bearbeiter mitunter indirecte referate 
seiner vorläge in directe rede umgewandelt, z. b. : 

F. v. 218 f. E. v. 69 f. 

Son non demande et il li dist and askes is name 

Que Guillaumes avoit a non & it answered ful sone * & seyde »william y hiztr. 



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II 



F. v. 524 f. 
Et 1'empereres li a dit 
Quc avoec lui mener Ten velt. 

F. v. 656 f. 
Atant es vos l'empereor 
Qui de l'enfant lui fait present. 



E. v. 300. 
ac wend schal it wip me • wittow for sof>e etc. 

E. v. 411 f. 
& seide »dere douzter * y do f>e to wite, 



F. v. 7425. 
Et eil dient bien le feront 



I haue a pris presant " to plese w'ip "pi hert« etc. 

E. v. 4183 f. 
|>e menskful messangeres • mekeli |>an seide 
»we wol worche jour wille • as wel as we kunne,« 

vgl. ferner F. v. 664 f. / F. v. 414; E. v. 1106 f. / E. v. 645 f.; 
F. v. 1423 f. / E. v. 845 f.; F. v. 1803 f. / E. v. 1095 — 98; 
F. v. 1828 — 30 / E. v. 11 12 f.; F. v. 3198 — 3201 / E. v. 1801 — 5. 
Die anreden an die Zuhörerschaft bei beginn oder schluss eines 
abschnittes, die ankündigung des inhalts des folgenden abschnittes, 
die bitte um aufmerksamkeit u. s.w. sind in E zwar dem sinne, aber 
nicht dem Wortlaute nach übereinstimmend mit F wiedergegeben 
worden; gewöhnlich ist E hierbei etwas breiter und ausführlicher; 
man vergleiche z.b.: 

E. v. 78 f. 
but frora pe cherl & J>e child • nov chaunge we 

oure tale 
For i wol of f>e werwolf * a wile nov speke. 

E. v. 382—84. 
but trewely of hem at pis time * ]>e tale y lete, 
of ,pemperour & pe bold barn * to bigynne to 

speke. 
Lordes. lustenep herto • jif 50U lef Rinkes. 

E. v. 1634—37. 

Or est bien drois que je vos cont but now a while wol i stint * of f>is wlonke murpe, 
De dant Guillaume et de sa vie & munge now of meliors • pat blisful bürde 

& of £e wor{>i william • f>at was here lemman dere, 
& teile f>e tale lelly • what hem bitidde after. 

F. v. 341 1 — 14. E. v. 1923 — 26, 1929. 

D'aus le voel or ici laissier Leue we now pis lessoun * & here we anof>er; 

Bien i saroumes repairier to hem azeyn can i turne ' whan it time falles. 

Quant tans en iert ; mais or voel I wol minge of a mater * i mennede of bifore, 
dire 

of f>e reaute araied * in rome for here sake . . . 
now listenes, lef lordes * f>is lessoun Jms i ginne. 

E. v. 3528 f. 
pis lessoun let we of hem * & lesten we anoper, 
of ]>e spaynolus wol i speke etc. 



F. v. 227 f. 
Ensi ont dit, mais or oi£s 

Del leu qui estoit repairi£s. 

F. v. 625. 
Ensi cele se rasseure 



F. v. 2948 f. 



De l'assemblee que il flrent etc. 

F. v. 5920. 
De cex de Tost devons parier 



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12 

F. v. 8397 f. E. v. 4805 f. 

A tant m' es tuet des dames taire ; now lete i here of f>e ladies • & lestenes anaper, 
A l'estoire me voel retraire what bitidde of £e tale * as pis störe telle|> f 

femer: F.v. 270 — 73 /E.v. 106 — 108 ; F. v. 341 — 45/E.v. 159^ 169; 
F. v. i27if. /E.v. 731; F.v. 2892 f. / E.v. 1589; F.v. 3167 — 3169./ 
Kv. 1784 t; F.v. 3238— 40/ E.v. 1836— 38; F.v. 3439 f. /E.v, 1944; 
F.v. 4184 f. /E.v. 2447 f.; F.v. 4255 f. / E.v. 2496; F.v. 4419 / E.v. 
2624; F.v. 4420 / E.v. 2626; F.v. 4536. 4540 f. / E.v. 2707. 2710. 
2713; F.v. 5404 / E.v. 3210; F.v. 6404 f. / E.v. 3730; F.v. 7608 f. / 
E. v. 4328 ; F. v. 8339 / E. v. 4767 ; F. v. 8487 f. / E. v. 4870 ; F. v. 8598 / 
E.v. 4915; F.v. 8680 /E.v. 5010; F.v. 9002 / E.v.sio4f.; F.v. 9236 / 
E.v. 5232 f.; F.v. 9431 /E.v. 5395—97; F.v. 9583/ E.v. 5465—67- 
Manche Übergänge finden sich nur in F. z. b. F.v. 1118. 2711 — 15. 
3471—76; 3869 f.; 4415 f.; 4666—68; 7431. 7546. 7550; andere 
nur in E z. b. E.v. 161 — 168. 1762 f. 2616 f. 2828. 2854 f. 3577. 
3786. 3962. 4054. 5167—69. 

Die zahlreichen, in die erzählung eingeflochtenen kürzeren 
zwischensätzchen, wie Bien sai que F. v. 289; Cil dont vos ci dire 
niois v. 329; comme vos ci oir pois F.v. 749; com vos dire mavis oi 
F.v. 950; si comme arriere avis oi. F.v. 340; Si comme arriere vos ai 
dit F. v. 9483. Si comme orris ci avant dire F.v. 6757. Ne vos puis 
mie tout redire F. v. 7547. Ne vos porroit estre retraite F. v. 8598; 
sind in E weniger häufig anzutreffen; es finden sich z. b. In maner 
as fe mater was minged bifore F. v. 2844; In a ^ e maner as i munged 
in mater herebifore E. v. 4870; ßat i of told ere E.v. 160; as $e mow 
here after E.v. 2640; y han herd herebifore, E.v. 2626 u. s. w. ; un- 
gemein häufig sind dagegen in E die dem sachiis bien entsprechenden 
ausdrücke : wittow for sope, pe sope forto teile, forto seil al pe sope, 
to deme fhipe, menge, mene, nempne, neuen, proue, rekene, talke, tette) 
pe sope, feipli forto teile, to seie pe trewpe, y wot wel pe sope etc. etc. 

Der echt nationale Charakter der spräche der engl. Übertragung 
wurde sodann noch wesentlich gesteigert durch die Verwendung des 
volkstümlichen, allitterirenden metrums. Dasselbe hatte in der alt- 
englischen (= ags.) poesie ausschliesslich geherrscht, und, wenn es 
auch in der folgezeit durch den reim zurückgedrängt wurde, war 
es doch gewiss niemals gänzlich untergegangen, bis es dann im 
laufe des 14. Jahrhunderts von neuem zur blüthe gelangte. Das 
älteste uns erhaltene denkmal dieser neu auflebenden allitterirenden 
poesie ist »Joseph of Arimathie*, in welchem gediente freilich die 
allitteration noch sehr unvollkommen und ungleichmässig auftritt. 



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*3 



Dieses gedieht, welches so manche sprachliche und metrische eigen- 
thtimlichkeit mit »William of Palerne« gemeinsam hat, mag wohl un- 
serem dichter als vorbild gedient haben, und ihm gelang es, die 
allitteration im ganzen consequent durchzuführen, wenn er auch in 
bezug auf die qualität der reimstäbe vielfach gefehlt hat, indem er 
die allitteration theils auf unbetonte partikeln, Vorsilben u. s. w. legte, 
teils konsonanten und konsonantengruppen durch die allitteration mit 
einander verband, welche nach strengeren gesetzen hätten auseinander- 
gehalten werden müssen. Zur vollendeten und regelrechten durch- 
fiihrung gelangte das allitterirende metrum erst in den Alexander- 
fragmenten A und B, die darum auch später als »Will, of Pal.« an- 
zusetzen sind, sowie in Sir Gawayn, Cleanesse, Patience etc., vor 
allem auch in den gedichten des William Langley. 

Die Verwendung des allitterirenden verses zur Übertragung des fran- 
zösischen gedichtes hatte zur notwendigen folge eine grössere breite 
und ausführlichkeit der darstellung. Wie in F der gedanke und satz 
zumeist mit dem versende abschliesst, geschieht dies in gleicher weise 
in E; da nun aber der englische vers eine viel grössere ausdehnung 
hat, so konnte dies nur erreicht werden durch hinzufügung einzelner 
satztheile, die gewöhnlich selbstverständliche adverbiale bestimmungen, 
attribute oder weitere ausfiihrungen nur kurz angedeuteter dinge ent- 
halten, wie dies aus einer vergleichung einzelner verse von F und E 
hervorgeht : 



F. v. 198. 
Em proie est ales li garous. 

F. v. 204. 
Cele part est ales courant. 

F. v. 215. 
A sa maison est revenus. 

F. v. 281—283. 
II estoit fix le roi d'Espaigne 

De sa ferne la premeraine. 

De lui estoit morte sa mere. 

F. v. 387. 
O* gardoit les vaches son pere. 



E. v. 17. 

f>at while was J>e werwolf * went aboute his 

praye. 

E. v. 41. 
J>an ros he vp radely • & ran frider swif>e. 

E. v. 65. 
wijtliche wif> f>e child " he went to his 

house. 
E. v. in— 113. 
for "pt kud king of spayne • was kindely his 

fader; 
he gat him, as god ;af grace * on his ferst 

wyue, 
& at f>e burf> of f>at barn • f>e bold lady 

deyde. 
E. v. 199. 
aspis bold barn hisbestes'blypeli che keped. 



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14 

F. v. 414. 
Mais il ne set qu'est devenus. 

F. v. 485. 
Li vachiers tremble de paor. 

F. v. 648. 
L'emperere une fiUe avoit. 

F. v. 649. 
Qui Meliors fu apelee. 

F. v. 882. 



£. v. 222. 

J>at he ne wist in f>is world • were f>ei were 

bicome. 
£. v. 288. 
|>e couherd comsed to quake * for kare & 

for drede. 
E. y. 401. 
aderedamiseleto doujter * £is emperour hadde 

f>anne. 
E. v. 405. 

& pat menskful mayde * melior was hoten. 



F. v. 1437. 
Devant lui sont assises lors. 

F. v. 1465. 
Meliors li a respondu. 

F. v. 4216. 
Entre ses bras l'a drecie* sus. 



E. v. 491. 

Diex ! com je sui et fole et niche ! now wit ter ly ich am vnwis • & won derli che 

nyce. 
E. v, 853. 
|>ei sett hem doun softly * pat semly bifore. 

E. v. 875. 
& |>e mayde melior • ful mekly pan sayde. 

E. v. 2469. 

& hent it vp in hast • ful hendly in his 

armes. 

Diese beispiele, die leicht beträchtlich hätten vermehrt werden 
können, zeigen zur genüge, wie diese einschiebsei und hinzuftigungen 
dazu dienten, dem dichter die nöthigen reimstäbe zu liefern. In 
erster linie benutzte er hierfür die grosse zahl von adverbien, die er 
in allen buchstaben des alphabets vorräthig hielt, und da ihre be- 
deutung ziemlich abgeblasst war, oft weniger nach ihrem sinne, als 
nach ihrer jeweiligen Verwendbarkeit flir die allitteration gebrauchte. 
Ich lasse dieselben in alphabetischer reihenfolge, aber mit etwas uni- 
formirter Orthographie hier folgen: 

auenauntly ; balfully, blypeliche, bogeysliche, boldly, bremely, busüy, buxumly ; 
carfully, kenely, ketly, kindely, clenly, clerly, comly, couwardly, craftily, cunyngly, 
curteysly ; cherly, choisly ; deliuerly, derly, dernly, despitously, deuoteliche, dignely, 
disgisily, doutusly, doujtily, duelfully; enviously, erliche, euenly; falsly, feiplyi 
felly, fetisliche, finliche, folily, frely, fresly, fully, fulsumly ; gayly, gainly, gamely, 
gladly, godly, greij>ly, gretly, grimly, grisiliche ; happily, hastely, hendely, hertily, 
hetterly, hi£liche, holly; iustly; lelly, listely, lijtly, lonely, lof)ly, louely, luperly; 
manerly, manly. mekly, menskfully, merily; nameliche; openly; pertly, a-pertly, 
pitously, plenteously, prestly, priuely, properly, purly; queyntly, quickly, quitly; 
raply, realy , redely, a-redily, reuliche, richely, rifliche, riuedliche, rijtly, rudly; 
sadly, saufliche, scaply, sekly, selcouply, semliche, serrely, serteinly, sleiliche, 
smartly, soberly, softly, sorly, sof>ly, sotiliche, soueraynly; schamly, scharpliche, 
schortily; Spakly, spedeliche; stifly, sti$tly, stoutly, strangly; swetly, swifüy; 



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i5 

talliche, tenefully, tentifly, J>roly, tidely, tijtly, treuly, trizliche; Yeraly; wickedly, 
wilfally, wisly, wittily, wijtly, wodly, wonderly, worchipfully, worply, wrongly, 
wroply, wynly. 

Den zwecken der allitteration diente ferner ein grosser theo der 
stereotypen redewendungen, seien es orts-, zeit-, oder zahlbestim- 
mungen, betheuqrungen der Wahrheit, eigene bemerkungen des dichters 
oder sonstige allgemeine phrasen, die hier im einzelnen nicht auf- 
geführt werden können. Insbesondere gelangten der allitteration zu 
liebe in E die epitheta ornantia in weit reichlicherem masse zur an- 
wendung. Gewöhnliche Verbindungen sind z. b.: 

bold barn, kene kniz,t, kinde kowherd, comly quen, kud king, curteyse cosyne, 
choys child, dere damisele, dere doujter, douz,ti dedes, doujti duk, faire floures, 
fepered foul, fourefoted best, freliche felawes, freliche foules, gaye gerles, leue 
lordinges,- loueliche ladi, loueliche lemman , meke mayde, menskful mayde, menskful 
melior, menskful messangeres, menskful moder, milde mayde , red rose , sad sorwe, 
stif stede, swete sire , witty werwolf, worfü william etc. 

Die ungelenkigkeit des allitterirenden metrums und wohl der 
englischen spräche überhaupt ist sodann veranlassung dazu geworden, 
dass die in längere reden eingestreuten zwischenfragen weggelassen 
werden mussten und dass der äusserst lebendige, aus kurzen, schlag 
auf schlag aufeinander folgenden fragen und antworten bestehende 
dialog von F in E nur sehr unvollkommen wiedergegeben werden 
konnte. In E geht daher die rede ohne Unterbrechung weiter und 
alle die kurzen fragen, wie: Cui dontf F.v. 864; Por coif F.v. 869; 
Qui dontt F. v. 870; Sont il a luif F. v. 871 ; Por coif F. v. 890. 
1200. 2788. 7 119; Venist? F. v. 1205 ; De moi? F. v. 3589; Sis tu 
comment? F. v. 3589; Comment dorne? F. v. 5868 etc. fehlen. Wo 
aber eine solche zwischenfrage unvermeidlich war, ist sie in E be- 
deutend erweitert; man vergl. z. b. : 

F. v. 8095. F. v. 4621 f. 

Et il comment? what bitokenef) f>is tale • tellep, i beseche, 

whi seie je so? seide (>e quene f>anne. 

Ebenso unvollkommen sind in E alle kürzeren gespräche von F 
übertragen und die lebendigkeit der darstellung verliert ungemein 
durch diese verflachung des dialogs. Während in F ein bericht ge- 
wöhnlich erst durch wiederholte fragen veranlasst wird (vgl. F.v. 5868. 
5893), wird in E alles unaufgefordert und ohne jede Unterbrechung 
erzählt; während z. b. Melior bei der erzählung der boten von dem 
ausgange des krieges den namen des helden »Guillaume« selbst er- 
rathen muss (F.v. 2487 — 94), ist diese pointe in E abgeblasst; wäh- 



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i6 

read der kaiser der Alexandrine das geständniss langsam und stück- 
weise herauslocken muss (F. v. 3614 — 19. 3629 — 35), erzählt sie in 
E von selbst alles, was sie weiss, E. v. 2006 — 51. 

Diese kürzeren Unterredungen sind gewöhnlich in der weise 
wiedergegeben, dass die unwichtigeren fragen ganz wegfallen, oder 
dass je zwei fragen und zwei antworten zusammengefasst werden, 
u. s. w. Man vergleiche z. b. die Unterredung zwischen Alexandrine 
und Guillaume: 

E. v. 890 — 908. 
swete william, seie me now • what seknes pe greues ? 
pi faire hewe is al fade * for pi moche sore 
& jif ich mi£t in ani maner * pi amende, y wold 
— pan william wijtly • in pis wise answered, 
sikende ful sadly * for sor at his hert, 
»Mi dere gode damisele * my de|> is al jare, 
so a botteles bale • me byndep so harde, 
nas neuer feller feuer • pat euer frek hadde. 
for merthe & alle metes * it makes me to leue, 
slepe sertes may noujt * so sore it me greuep. 
al pis mochel meschef • a meting i wite, 



F. v. 1483— 1500. 
Por Dieu, sire, que faites vous? 

— Bele, je muir tot a estrous. 

— Mor6s ? — Voire, je muir en fin. 
Se Diex me prenge a boine fin, 
Bele, ne quit que voie un mois. 

— Estes vos dont si tres destrois, 
Biax, chers amis ? fait la pucele. 

— Certes, ma douce damoisele, 
Oil, asses plus que ne di. 

— Comment ? fait ele, est il ensi ? 

— Oil. — Comment vos prist il 

donques ? 

— Par une nuit que mar vi onques, 
Qu' ele avint a mon essiant. 

— Comment vos prist? Bele, en 

dormant 

— Et ou vos tient? — Foi, que 

vos doi, 
Bele par tout le cors de moi. 

— Par tot le cors ? — Voire — 

Comment ? 

— Une merveille grans me prent 

etc. 



pat me com on a nijt • acursed be pat time, 
for so hard hacches • haue hold me seppe, 
pai no wot in pe world • what is me to rede 

— »now swete« seide alisaundrine • seie me, in 

what wise 
pat pat hacche pe haldes • & how it pe takes? 

— I wisse, seide william * i wol it noujt layne, 

sumtime it hentis me wip hete * as hot as ani füre 
etc. 



V. 427—33 / E - v - 235 
F. v. 2461 — 96 / E. v. 



Aehnlich ist es bei den abschnitten F. 
— 241; F. v. 467—72 / E. v. 275 — 78; 
1340—60; F. v. 2746—53 / E. v. 1503; F. v. 2840—63 / E. v. 
i553— 6 4; F. v. 3156—66 / E. v. 1780—82; F. v. 3535— 6 8 / E.V. 
1988 — 2003; F. v. 3614 — 36 / E. v. 2027 — 51 ; F. v. 3997 — 4002 / 

E. v. 2296 ff.; F. v. 5182—85 / E. v. 3104 ff.; F. v. 5263 — 80 / 

F. v. 3162 f.; F. v. 5316—25 / E.'v. 3182—92; F. v. 5431 — 34 / 
E- ▼• 3243—48; F. v. 6430—44 / E. v. 3746—52; F. v. 7011—32; 
F. v. 7784—99 / E. v. 4459 — 74; F. v. 7804 — 18 / E. v. 4480—91. 
Mitunter ist es dem englischen bearbeiter allerdings gelungen, den 
dialog ebenso lebendig zu gestalten wie F, so z. b. bei der Unterredung 
zwischen William und Alphons, F. v. 8273 — 8316 /E. v. 4725 — 58. 



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i7 

Endlich ist bei der vergleichung beider gedichte die Verschieden- 
heit des publikums, für welches dieselben bestimmt waren , ins äuge zu 
fassen. F war verfasst worden auf anregung der gräfin Yolande von 
Flandern, einer fein gebildeten dame, welche wie eine Marie von 
Champagne, Jeanne, gräfin von Flandern und Hennegau, Blanche, 
gemahlin des grafen Thibaut II. von Champagne (Mich. p. III.) einen 
kreis von litterarisch gebildeten männern um sich gesammelt hatte 
und, selbst von einem feinen, ästhetischen geschmacke und hohem 
interesse für kunst und Wissenschaft und alle fragen der galanterie 
erfüllt, regen antheil nahm an der geistigen bewegung jener zeit und 
dieselbe aufs eifrigste dadurch förderte, dass sie den dichtem ihrer 
Umgebung die Stoffe für ihre dichtungen angab, sie zur Vertiefung 
und ausbildung derselben anregte und ihnen in jeder beziehung eine 
edle beschützerin war. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn das 
uns vorliegende französische gedieht vortheilhaft absticht von der 
menge der sonstigen romans d'aventures, und wenn aus demselben 
alles rohere, nur dem geschmacke des grossen haufens rechnung 
tragende sorgfältig fern gehalten ist. Anders stand es bei E. Der 
graf von Hereford, Humphrey de Bohun, hatte das französische gedieht 
kennen gelernt, und da er dasselbe auch denjenigen seiner lands- 
leute zugänglich machen wollte, welche nicht Französisch verstanden, 
gab er einem seiner minstrels, William, den auftrag, dieses gedieht 
ins Englische zu übertragen In ese of englysch men, in englysch speche 
(v. 168) for hem pat knowe no f rensehe ne neuer vnderston (v. 5533). 
Dies war aber nicht der englische adel, der damals wohl noch 
Französisch verstand, sondern das gewöhnliche volk; der Übersetzer 
musste daher das französische gedieht auch dem geistigen horizonte 
und dem geschmacke des Volkes anpassen. Es mussten daher fort- 
bleiben alle gelehrten, historischen oder geographischen notizen, we- 
niger verständliche bilder, vergleiche, Wortspiele und dgl. ; es wurden 
dunkle stellen mit einfacheren, klareren worten wiedergegeben, meist 
nur die handgreiflichsten züge hervorgehoben und, dem geschmacke 
des volkes entsprechend, grellere färben aufgetragen. Um die dar- 
stellung möglichst klar und anschaulich zu machen, richtete er auch 
sein augenmerk auf weitere ausschmückung des details und auf Ver- 
vollständigung des Zusammenhanges. 

Aber auch da, wo der englische dichter durch die bisher angeführten 
momente nicht zu einer änderung genöthigt war, hat er oft eine selb- 
ständige thätigkeit entwickelt, einzelnes weggelassen oder hinzugefügt, 
gekürzt oder erweitert und änderungen vorgenommen, wie er es 



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i8 

gerade für gut fand. Er sagt uns ja selbst, dass er sein werk voll- 
endet habe, as fulty as pe frensche ' fully wold aske, & as his wittt 
him wold serue ' pouih it were febul (E. v. 5522 f.). Dass diese 
eigene thätigkeit des dichters keine geringe war, wird sich aus der 
betrachtung der einzelnen abweichungen , zu welcher wir nunmehr 
übergehen, ergeben. 

Im detail der Schilderung wahrte sich der englische dichter völlig 
freie hand ; er fasste die einzelnen scenen ihrem inhalte nach als ein 
ganzes auf und gab sie dann nach seiner auffassung wieder; so war 
es unvermeidlich , dass die einzelheiten der erzählung oft von F be- 
deutend abweichen, dass er zunächst oft Sachen, die in F nicht ex- 
pressis verbis stehen, wohl aber aus dem zusammenhange sich von 
selbst ergeben, auch besonders anführt, andrerseits aber einzelne mo- 
mente, die in F angeführt sind, als nebensächlich oder selbstverständ- 
lich wegliess. Welcher art diese hinzufiigungen oder weglassungen 
sind, möge man aus folgenden beispielen ersehen: 

F. v. 204. E. v. 41 f. 

Cele part est al6s courant. pan ros he vp radely • & ran pider swife 

& drow him toward pe den • bi his dog- 
ges noyce. 



F. v. 209 

Vers lui s'abaisse. 

F. v. 254 f. 
Par un pertruis de la paroit 

A esgarde\ 



F. v. 316. 

Se la gens n'i fust acourue. 



F. v. 417. 
L'enfant regarde. 



E. v. 47. 

& whan pe kouherd com pidere • he 
koured lowe. 

E. v. 94—96. 
|>ere walked he aboute pe walles • to 

winne in sijt 
& at pe last lelly • a litel hole he f indes 
pere pried he in priuely etc. 

E. v. 152 f. 
but carfuli gan sehe crie * so kenely and 

lowde 
pat maydenes & mijthi men • manüche to hire 

come. 

E. v. 224. 
but panne biheld he aboute • & pe bara 
ofsaye. 

F. v. 445. E. v. 259 f. 

Plus tost qu'il puet i est corus. pe child wijtly panne wende • wipoute ani more, 

comes to pe couherdes hows * & clepud 
him sone. 



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*9 



F. v. 647. 
A Rome sont repairie* droit. 



E. v. 397-^400. 

pan rod be fo*J> wip pat rowte * into rome cuene 

& euer pat bold barn * byhinde bim sat 

stille, 
so passed he to J> e paleys " andpreste- 

liche alijt, 
& william pat choys child • into his 

chaumber ladde; 

vgl. ferner F. v. 192 f. / E. v. 32 — 35; F. v. 368—372 / E. v. 177 
— 182; F. v. 412 f. / E. v. 216 f.; F. v. 414 f. / E. v. 220—222; 
F. v. 656 f. / E. v. 408— 411 ; F. v. 1454 / E. v. 865 f.; F.v. 1801 / 

E. v. 1093 f.; F. v. 1805 / E. v. 1099; F. v. 2527 / E. v. 1392 f.; 

F. v. 2809 / E. v. 1530 f.; F. v. 287p / E. v. 1569 f.; F. v. 2888 f. / 
E. v. 1585 f.; F. v. 2983 / E. v. 1661 f.; F. v. 3550 f. / E. v. 
1996 f.; F. v. 3925 / E. v. 2237 f.; F. v. 4765 / E. v. 2906 f.; 
F - v. 5054 / E. v. 3016 f.; F. v. 5337 f. / E. v. 3199 — 3201; 

F - v - 5S 01 / E « v - 3 282 f- 

Besonders wird in E häufig berichtet, dass ein auftrag auch 
wirklich zur ausführung gelangt, was in F als selbstverständlich nicht 

erwähnt wird, so z. b. : 

E. v. 349. 

& he so dede deliuerli * poujh him del poujt. 

E. v. 1145. 
& pei bliue dude hem forp • & ]>e duk tolde. 

E- v. 3765. 
& hasteli was his hest * pan hendli fulfilled; 

desgl. E. v. 2976. 3 191 f. 3629 f. 3779. 

Weggelassen sind z. b. in E. bemerkungen, die in F. stehen: 

F. v. 446. E. v. 262 f, 

»Biax pere«, faitil, »lev£s sus, & seide pan, »swete sir • so 5011 criste help 
Si \en6s ca a un signor.« Gop jond to a gret lord.« 

F. v. 1375—77. E. v. 811. 

Par un degre* sont avalees. & gan doun bi a grece * into f>e gardin euene. 

Enselvergiers'ensont entrees 
Par l'uis de lachambre de- 
sous. 

F. v. 1450—53. E. v. 863 f. 

si li ert vis pan pat time him poujt * pat melior pe hende 

Que de la chambre issoient and alisaundrine alone * com him po tille. 

fors 
Alixandrine et Meliors. 
Dessi en droit a lui venoient. 

2* 



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20 



F. v. 28l. 
II estoit fix le roi d'Espaigne. 



F. v. 328. 
En Puille vint cn un tempoire. 



Wir finden ferner häufig, dass der englische dichter der detaillirten 
erzählung einen allgemeinen, einleitenden satz vorausschickt, oder 
einen resumirenden satz folgen lässt, ersteres namentlich, wenn 
die erzählung vorher durch Zwischenbemerkungen unterbrochen wor- 
den war, z. b. : 

E. v. 110 f. 
ac komen was he of kun • f>at kud was 

ful nobul, 
For pe kud king of spayne • was kindely his fader« 

E. v. 155 f. 
& fled away f>e faster* into ferre londes, 
so f>at pertly into poyle ' he passed |>at time. 

E. v. 761. 
whan william vnder {>at trie tre * hade takeo 
his place. 

E. v. 816. 
& whan pe gaye gerles • were into f>e gardin come. 

Vgl. F. v. 932 f. / E. v. 540—542; F. v. 1830—32 / E. 

v. 11 14 — 17; F. v. 1954 /E. v. 1168 — 70; F. v. 2744 /£. v. 1496 f.; 

F. v. 4205 / E. v. 2463 f. ; F. v. 4393 f. ; E. v. 2606 f. ; E. v. 2753 etc. 

Andrerseits fehlt in E. mitunter ein derartiger, einleitender 

vers, z. b. : 

F. v. 4806 f. E. v. 2927. 

Dame, o r o i 6s que senefie. f>e bestes f>at bisett 50U so • & jour semli doujter etc. 
De ce qu'esties sor le montaigne 
etc. 

F. v. 5130—32. E. ▼. 3049. 

Mais mult estrangement & bof>e fei busked of rome * in tvo beres skinnes. 

Tont fait 
C'ainc que de Roume fuissent fors 
En deus piax d'ors misent lor cors. 

Ein abschliessender vers findet sich im englischen gediente z. b. : 



F. v. 1790 — 92. 
Chastiax et viles et cit£s 
A ja mult prises et gastees 

Et les pauvres gens desertees. 

F. v. 2888 f. 
L'emperere Nathaniax 
L'acole et baise. 



E. v. 1073 *• 
but bet adoun burwes * & brutned moche peple 
so pat duel was to deme * |>e duresse 
f>at he wrou^t. 

E. v. 1587 f. 
& clupte him & keste * kyndeliche ful ofte 
& f>us pei lefte in likyng * a god while 
after. 



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21 



F. v. 2940 — 42. 
Tel sont li apareillement 
Que li Grieu fönt par la cite* 
Que ne vos puet estre conti. 

Er fehlt z. b. : 



E. v. 1622—24. 
• . so pat sopli to say * peizh i sete euer, 
I schuld noujt teile pe merpe * pat maked was pere ; 
forpi to minge of pat matere * no more i 
ne penk. 



F. v. 603—606. E. v. 372. 

Par la forest s'en va errant. & busked forp wip pat barn * bliue on hisg ate. 

Et li vachiers remaint plo- 

rant 
Del damoiscl qu'aler en 

voit 
Que l'empereres empor- 

toit. 



E. v. 381. 
& pult hire in hope to haue * gret help perof after. 



F. v. 628 f. 
Jamais nul jor n'aront poverte. 
Ensi cele se rasseure. 

Besonders liebt es E. , am Schlüsse von reden noch einen oder 
mehrere verse anzufügen, worin eine im laufe der rede gestellte auf- 
forderung wiederholt oder die pointe derselben kurz zusammengefasst 
wird. Dies geschieht z. b.: 

E. v. 266. 
»For godis loue gop til him swipe • lest he agreued wex.« 

E. v. 627 f. 

»For but ich haue böte of mi bale • bi a schort time 
I am ded as dorenail ; • now do al pi wille.« 

E. v. 989. 
»seppe he so lelly pe loues * to lemman him pou take.« 

E. v. 1825. 
»oper coyntise know i non " to kepe wip our liues.« 

Desgl. E. v. 2142. 2312 f. 2354—56. 2417. 2676 f. 3220. 3706. 
3961. 4006. 4116 — 18. 4149 f. 4265. 4372 — 74. 

Diese Sorgfalt, welche E. auf genaue darlegung des Zusammen- 
hanges verwendet, zeigt sich namentlich auch bei der exposition einer 
neuen scene oder bei der einfuhrung einer neuen person. Während 
F. es liebt, uns sofort mitten in die neue Situation hineinzuversetzen, 
entwickelt E. die ganze Sachlage vor unseren äugen in derselben 
aufeinanderfolge, wie sie sich in Wirklichkeit zugetragen hat. Man 
vergleiche mit bezug hierauf z. b. : 



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22 



F- ▼. 393—400. 
Mais trestot seul l'orent 

gerpi 
Par un sengler qu'orent choisi 
Que li chien acuelli avoient 
Qui en cele forest chacoient. 
De lui s'ierent tuit eslongie* 
Cil a cheval et eil a pie\ 
Que d'aus ne puet riens nule oir 
Ne chien crier, ne cor tentir. 

oder: 

F. v. 4705—12. 
La roine en sa chambre estoit 
Dedens son lit et se dormoit, 
Car malt ot cele nuit pense" 

Et Dieu proie* et reclame* 
Por ceus de l'ost qui la destraig- 

nent 
Et qui ses murs percent et 

fraignent 
Qu'il n'aient force ne pooir 
Que la eitel puissent avoir. 



E. v. 203 — 211. 
J>an fei it hap J>at |>ei founde * ful sone a grete 

bor 
& hunting wif> hound & hörn * harde alle sewede. 
pe emperour entred in a wey • euene to attele 
to haue bruttenet f>at bor " & |>e abaie sef>|>en; 
but missely marked he is way * & so manly he rides, 
|>at alle his wies were went • ne wist he neuer whider. 
so f erfor J) fram his men * fepli for to teile 
pat of hörn ne of hound * ne mijt he here sowne 
& boute eny liuing lud * left was he one. 

E. v. 2856—68. 
So hard was sehe beseged * so|> for to teile, 
& so harde sautes • to f>e cite were jeuen, 
|>at |>e komli kerneles were toclatered 

wip engynes 
& mani of here mijthi men * murdred to depe. 
f>erfor J>e quen was carful " & oft to crist 

preyed 
to sende hire sum socour • f>at sehe saued were, 



for marie his moder loue " f>at is of merey welle. 
In swiche lif hade sehe liued * a long time tofore 
& al duel f>at sehe drey • was for hire doujter sake. 
but sef)f>e on f>e selue nijt • f>e so|>e forto teile 
f>at f>e hert & J>e hinde * & here J)ridde fere 
vnder J>e castel in a crag * caujt here rest, 
f>e quen was very forwept • & went to bedde. 

Desgleichen führt uns im folgenden F. mitten in die Situation 
hinein : 

F. v. 4715—19. 
La roine s'est esveillie; 
Mult fu lassee et traveillie 
D'une avision c'ot veue, 
Dont la colors sovent li mue 
Et li sans li bout et formte etc.; 

in E. aber wird nur gesagt, 

E. v. 2869. 
a selcof>e sweuen sone • in hire bed sehe mette, 
darauf folgt der inhalt dieses traumes, E. v. 2870 — 291 1 und dann 
erst werden obige bemerkungen nachgeholt: 

E. v. 2912 f. 
here of was sehe al awondred * & awaked sone, 
& for drede of hire drem * deulfulli quaked etc. 



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23 

Man vergleiche ferner F. v. 1169 f. / E. v. 682 — 686; F. 
v. 3334—36 / E. v. 1886—91; F. v. 35I3—I7 / E- v. 1968—72; 
F. v. 3881 f. / E. v. 2215—19; F. v. 4428 f. / E. v. 2637 — 43; 
F. v. 5083 — 85 / E. v. 3023 — 26; F. v. 5192 f. / E. v. 3110 — 12; 
F. v. 5414—17 /E. v. 323S—38; F. v. 6962— 64/ E. v. 3910—16; 
F. v. 7608 — 13 / E. v. 4328 — 32 etc. 

Diese breitere exposition findet sich namentlich auch, wenn eine 
neue person in die erzählung eingeführt wird, so z. b. beim auftreten 
des kuhhirten: 

F. v. 187—189. E. v. 3—9. 

Uns vachiers qui vaches gardoit, Hit bifel in pat forest * f>ere fast byside, 
Qui en cele forest manoit, per woned a wel old cherl • pat was a couherde, 

pat feie winterres in pat forest • fayre had kepud 

Mennes ken of pe kuntre * as a comen herde; 

& pus it bitide {>at time • as teilen oure bokes, 
El bois estoit avec sa proie. J>is cowherd comes on a time • to kepen is bestes 

Fast byside J>e borwj • pere pe barn was inne, 

ebenso bei dem auftreten Alexandrinens F. v. 980 — 82 / E. v. 580 — 86 
und des priesters Moysans, F. v. 4782 — 84 / E. v. 2917 — 19. 

Als eine eigenthümlichkeit mag hier noch nebenbei erwähnt 
werden, dass in F. bei dem übergange von einem abschnitte zum 
andern der letzte satz des ersten abschnittes oft mit dem ersten satze 
des folgenden eng verknüpft wird, während in E. die Scheidung eine 
viel strengere ist und jeder abschnitt für sich abgeschlossen dasteht; 
man vergleiche z. b. : 

F. v. 386—388. E. v. 198—200. 

Ensi fu l'enfes el boscage Hit tidde after on a time * as tellus oure bokes, 

Ou gardoit les vaches son pere as pis bold barn his bestes * blypeliche keped, 

Dusc' ä un jor que l'emperere etc. pe riche emperour of rome • rod out for to hounte etc. 

F. v. 1783—66. E. v. 1067 f. 

Mult par s'entraiment loiaument. 
Tant furent ensi longement 

Qu'a la cort sorst une besoingne Hit tidde after bi time * as pe tale minges, 
QuelirichesdusdeSaissoingneetc. pe doujti duk of sassyone etc. 



F. v. 2554—57. 
Mult par demainent bele vie 
Grant piece ensemble li amant 
Desi a* une feste grant, 
C'on dit a Paskes en este" etc. 



E. v. 1416 f. 



But panne tidde on a time " tiüy perafter, 
pemperour erded stille in rome * at pe ester tide etc. 

Der englische bearbeiter suchte endlich den Zusammenhang da- 
durch zu vervollständigen, dass er die für eine neue scene noth- 



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24 

wendigen Voraussetzungen vorher berichtete, statt sie, wie in F., nur 
nachher gelegentlich anzuführen. So erfahren wir z. b. in F. erst, 
nachdem der hund des kuhhirten das kind gefunden hatte, 

F. v. 195 f- 

Em proie ert al6s li garous, 
Li enfes est remis tos sous, 

in E. wird dies vorher berichtet, 

E. v. 15 — 17. 
J>at while was f>e werwolf " went aboute his praye, 
what behoued to f>e barn * to bring as he mizt, 
f>e child pan darked in his den * dernly him one etc. 

Es wird ferner E. v. 787 — 793 im voraus berichtet, dass William 
in den garten gegangen und dort eingeschlafen war, während wir in 
F. v. 1403 dies erst später gelegentlich erfahren; auch wird 
E. v. 794 — 796 nochmals auf den liebeskummer Melior's hin- 
gewiesen, was in F. als selbstverständlich nicht erwähnt wird. 

Ein bemerkenswerthes beispiel hierfür bietet uns weiter der ab- 
schnitt E. v. 3357 — 88. In F. v. 5633 — 56 hält Guillaume eine 
anspräche an seine truppen, in welcher er sie zunächst auf die 
Spanier hinweist, welche in der grössten Unordnung herankämen 
(F. v. 5633 — 40); daher sollten sie ihre reihen fest schliessen und 
des sieges sicher sein (F. v. 5641 — 47). Er sehe einen prachtvoll 
gerüsteten ritter vor den Spaniern einherziehen, gegen den er selbst 
zuerst anstürmen wolle (F. v. 5648 — 56). Vorher war in F. von 
dem heranrücken des spanischen heeres noch nichts berichtet wor- 
den; der englische Übersetzer aber hielt es des besseren Verständnisses 
wegen für nöthig, diese beiden thatsachen, die wir erst aus der rede 
Guillaume's erfahren — das ungeordnete vorrücken der Spanier und 
das voransprengen eines einzelnen ritters — auch vorher anzuführen 
in den versen E. v. 3357 — 63 und 3377 — 81. 

In E. wird die später zu tage tretende liebe Alphons' zu 
Florence (F. v. 8291 fF. / E. v. 4740 ff.-) gleich bei ihrem ersten 
zusammentreffen vorbereitet: 

E. v. 4531—35. 

& florence of {>at fare • panne gret ferli hadde. 
& as sone as sehe him saw * loueli sehe him grett 
& he godli agayn " gret f>at gode mayde, 
& for pe beaute J>at sehe bar '• as bliue his hert 
turned to hire treuli • to loue for euermore. 



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25 

Endlich wird uns in E. gleich bei der rückkehr der Spanier in 
ihre heimath erzählt, dass ihr könig seinem söhne Alphons die 
regierung übertrug, da er selbst alt und schwach war (E. v. 5225 — 28) ; 
in F. erfahren wir erst später, dass der spanische könig todt war 
und sein söhn die regierung in händen hatte (F. v. 9286 — 89), wo 

E. dasselbe nochmals berichtet (E. v. 5280 — 82). 

Sodann war der bearbeiter des besseren Verständnisses wegen 
darauf bedacht, alles, was er berichtet, genügend zu motiviren. Wo 

F. es unserer phantasie überlässt, den grund oder zweck einer 
handlung selbst herauszufinden, hat daher der englische bearbeiter 
denselben überall ausdrücklich mitgetheilt. Dieses bestreben führte 
ihn weiter dazu, alle unwahrscheinlich klingenden thatsachen, soweit 
es in seinen kräften stand, plausibel und erklärlich zu machen. In 
F. wird das meiste als Wirkung des zufalls hingestellt, par aventure 
avint; E. hat zwar den zufall nicht ganz ausgeschlossen (as happe 
bytidde E. v. 32, as pe hap tidde E. v. 797, pan fei it hap E. v. 203, 
pan fei pe chaunce E. v. 1848 etc.J, die meisten ereignisse des ge- 
dichtes hat er aber dem wirken der göttlichen Vorsehung zu- 
geschrieben; daher so häufig die bemerkungen: as crist wold E. 
v. 1332, as god wold E. v. 2631, as our lord wolde E. v. 5508, 
insbesondere bei der thätigkeit des- werwolfes und der flucht der 
beiden liebenden: as pat god wold E. v. 215, as god wold E. v. 1840. 
2368. 2436, as god iflf pe grace E. v. 2152. 2494, as god gaf pe 
werwolf grace E. v. 2197; as pat crist wold E. v. 2714, as our lord 
wold TL. v. 2758; bei dem berichte über das pferd Brunsaudebruel : 
as pat crist wold E. v. 3225, as god wold E. v. 3236 und bei der 
erwähnung von, geburten oder todesfällen as god yif grace E. v. 112, 
as god wold E. v. 4079, as god almi$li wold E. v. 4091, as dere god 
wold E. v. 5252. 5280. Wo er aber auch damit nicht auskam, hat 
er Zauberkünste als erklärungsgrund zu hilfe genommen, so z. b. bei 
den sonderbaren träumen William's, wodurch dann der Charakter 
Alexandrinens eine nicht unwesentliche änderung erfahren hat. Ebenso 
tritt der menschenverstand und die Überlegungsgabe des werwolfs in 
E. weit mehr hervor, um die einzelnen handlungen desselben wahr- 
scheinlicher zu machen. 

Beispiele für die angäbe eines Zweckes oder grundes in E. sind: 

F. v. 210. E. v. 47 f. 

Vers lui s'abaisse. & whan f>e kouherd com pidere . he koured lowe 

to bihold in at J>e hole " whi his hound 
berkyd. 



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26 

F. v. 1287 f. 
Ne jaxnais eil ne le verront 

Ja tant garde ne s'en prendront 

F. v. 1298 f. 
Sovent change color et mue; 
Mult a ses cois travail et paine. 

F. v. 1969. 
Guillaumes ot Tempereor. 

F. v. 3726 f. 
Et de ce soit chaseuns certains 

Quil trovera, tant li donrls etc. 

F. v. 8947 f. 
Lartenidus premierement 
A sa seror le congie* prent. 



E. v. 757 f. 
f>at tre so fayre was floured * & so fnl 

leued 
J>at no wijth mijt william se * but jif he were 
|>e nere. 

E. v. 764 f. 

but oft comsed his care * and his colour chaunged, 
so sore longed him to se * ßa semly 
bürde, 

E. v. 1179 f. 
William |>e 5011g kni^t " was so neijh beside 
pat he herd |>e pytouspleinf J>at pemperourmade. 

E. v. 2134 f. 
& to make eche man • pe more beter 

wilned 
bihote hooso him findes • to haue so gret mede. 

E. v. 5078 f. 
partenedon parted first * of palerne {>e quenesbrofer 
for he hade ferrest to fare * formest he 
went. 

Vgl F. v. 1301 / E. v. 767 — 769; F. v. 1338 / E. v. 783 f.; 
F. v. 1458 / E. v. 869; F. v. 1761 f. / E. v. 1054 f.; F. v. 1793 f./ 

E. v. 1075—77 ; F. v. 1809 / E. v. 1103; F. v. 3015 /E. v. 1686 f.; 

F. v. 3025 / E. v. 1692 — 94; F. v. 3062 /E. v. 1711 f.; F. v. 3100/ 

E. v. 1745— 47; F. V.3149/E. v. 1767 f.; F. v. 3152 /E.v. 1772—74; 

F. v. 3341 f. / E. v. 1892—94; F. v. 3528 f. / E. v. 1982—84; 
F. v. 3892 f. / E. v. 2222 f.; F. v. 3983 / E. v. 2328 f.; F. v. 4158 f./ 

E. v. 2413 — 16; F. v. 4163 f. / E. v. 2430 f.; F. v. 4201 f. / E. 
v. 2454—58; F. v. 4333 / E. v. 2553 f.; F. v. 4472 / E. v. 2672 f.; 

F. v. 5104 /E. v. 3037; F. v. 5200 /E. v. 3116C; F. v. 5477 f. / 
E. v. 3268 f.; F. v. 6287 f. / E. v. 3663—65. 

Auch sonst sind in E., um eine grössere klarheit der darstellung 
zu erzielen, allgemeine bemerkungen genauer präcisirt und kurze an- 
deutungen erläutert. Wo ferner in F. auf etwas früher erzähltes ver- 
wiesen wird, giebt E. den inhalt davon mit wenigen worten an und 
erspart so seinen zuhörern- die mühe, sich dasselbe selbst ins ge- 
dächtniss zurückzurufen; vgl. 

F. v. 189. E. v. 8 f. 13. 

El bois estoit avec sa proie. pis cowherd comes on a time * to kepen is bestes 

Fast biside f>e borwj, * f>ere pe barn 

was inne . . . 
Noujt fully a furlong'of |>at fayrechild. 



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«7 



F. v. 198. 
Li enfcs esr remis tos sous, 



E. v. 17. 

pe child pan darked in his den * dernly him one. 

E. v. 80. 

Whanne pis werwolf was come • to his wlonk 
denne. 

E. v. 375 f. 
Cele quant la novele entent. & whan his wiif wist • wittow for sope, 

how pat child from here warde * was 
wente for euermore. 



F. ▼. 228. 
Del leu qui estoit repairtes. 

F. v. 615. 



F. v. 1289. 
Son chief adrece cele part, 
La met ses iex et son esgart. 

F. v. 2452. 
(Li message) . . . dit li ont. 



F. v. 3723 f. 
Avirouner faites la terre; 



E. v. 762. 
he set his sijt sadli * to pat window euene. 

E. v. 1335—37. 

& mynged hire niessage * to |>at mayde hende, 

how hix fader in helpe'hom wold come 

feipli wip inne pe fourtenenijt " wip 

his frekes bold. 

E. v. 2130 f. 
pat pei wende wi^tly " as wide as pi reaume 



Faites par tout cerquier et purth wodes & wastes • & alle maner 
querre. 

F. v. 5092 f. 
Et garde aval, les bestes voit 



Si com lesoirlesotveues. 



F. v. 5423. 
La roine conter le vont. 



weies. 

E. v. 3030-32. 

weited at pe windowe * wer sehe pe bestes seie 

& seie hem in pe same place ' per as 

were ere 
&hendli eiper oper'pancolled in armes. 

E. v. 3239-41. 

& warned pe quene 
how sternli in pe stabul • pe stede pan ferde, 
& had broke alle his bondes * no burn durst him 
neijhe. 



F. v. 8457. 
Ensi com li message ont dit. 



E. v. 4847—49. 
& fond as pe messageres * hade munged bifore, 
how pe king of poyle* prestli hade or- 

deyned, 
at swich a certayn day * his semliche 

doujter wedde; 

vgl. ferner F. v. 196 / E. v. 44; F. v. 991 / E. v. 593; F.v. 1123 f. / 

E. v. 659; F. v. 1285 f. / E. v. 759 f.; F. v. 1633 f. / E. v. 945 f.; 

F. v. 1680 f. / E. v. 983; F. v. 1872 f. / E. v. 1146 f.; F. v. 
2370 / E. v. 1273; F. v. 2655 f. / E. v. 1476 f.; F. v. 2836 / E. v. 



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28 



1549 *•» F. v. 307a f. / E. v. 17 17 f.; F. v. 3081 / E. v. 1727 f.; 
F. v. 3076 — 78 / E. v. 1720 — 24; F. v. 3445 / E. v. 1955 f.; 
F. v. 3607 / E. v. 2022 f.; F. v. 3746 / E. v. 2122—24; F. v. 37i6f. / 

E. v. 2127—29; F. v. 3803 / E. v. 2173; F. v. 3958 f. / E.v. 2270 
— 72; F. v. 4109—12 / E. v. 2390 — 98; F. v. 4325 f. / E. v. 
2546 — 48; F. v. 4391 f. / E. v. 2604 f.; F. v. 4397 f. / E. v. 
2609 f.; F. v. 4479 / E. v. 2683 f -; F. v. 4542—45 / E- v. 27 14 f.; 

F. v. 4885 f. / E. v. 2974 f.; F. v. 4891 / E. v. 2978 f.; F. v. 5105 / 

E. v. 3038; F. v. 5120 / E. v. 3046; F. v. 5169 / E. v. 3072; 

F. v. 5201 / E. v. 3118; F. v. 5208 f. / E. v. 3122; F. v. 5236 f. / 
E.v. 3147; F. v. 5292 /E. v. 3165—67; F. v. 5312 f. /E.v. 3176!;; 
F. v. 5338 / E. v/3200 f.; F. v. 5832 f. ./ E. v. 3478— 80; F. v. 
7207 / E. v. 4012; F. v. 7420 / E. v. 4176 f. etc. 

Wie E. in dem letzten beispiele den inhalt des berichtes der ge- 
sandten kurz mit eigenen Worten angiebt, so ist er überhaupt bei 
allen späteren referaten über früher geschehene dinge selbständig in 
seiner erzählung; er hält sich nicht für verpflichtet, an den bericht 
von F. sich eng anzuschliessen , vielmehr kennt er ja den wirklichen 
hergang schon aus der früheren Schilderung und wählt daher nach 
eigenem ermessen diejenigen momente aus, welche ihm für eine kurze 
reproduction derselben am geeignetsten erscheinen. Man vergleiche 
z. b. in beiden gedienten die stelle, an welcher der kaiser seiner 
tochter Melior erzählt, was er von dem lebensschicksale des knaben 
Guülaume weiss: 



F. v. 664—689. 
Et li emperere li conte 
Comment Dlex li ot envoie 
Et que l'avoient seul laissie" 
Si home tuit et degerpi, 
Et comment sor lui s'embati 
Par un leu qui un cerf chaeoit, 

Et comme en la forest gardoit 
La vacherie a un preudome, 

Et com de lui li dist la some 

Toute, si comme il Tot trouve* 
Et autresi bien acesme* 
De riches dras batus a or 
Com s'il fust fix roi Alphinor 
Qui sire et rois est de Hongrie 
Qui si est de tos biens garaie, 



E. v. 414 — 428. 
'I hentpis ät hunting • swiche hap god me sent«; 
& told here panne as tit * treweli al pe so|>e, 
how he hade missed is mayne * & malskrid aboute, 



& how pe werwolf wan him bi • wip a wilde hert, 
& how sadly he hem sewed * to haue slayn pat dere 
til pei hade broujt him * pere pat barn bestes kept, 

& how sone of his seijt " pe bestes Seppen wäre; 
& how pe couherde com him to * & was aknowe 

pe sope, 
how he him fond in pat forest * ferst pat faire chüd» 
& how komeliche ycloped. 

for ani langes sone. 



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2 9 



Ne adonques a icel tans 
N'avoit mie plus de quatre ans, 
Et norri puis set ans tos plains ; 
Et com grant duel üst li vilains 
Quant il l'enfant en aporta. 
Trestot li dit et raconta 
Si come il Tot oi parier 
Et com li rouva saluer 
Sa mere qui l'avoit norri 
Et. tos ses compaignons aussi 
Et com nouma cascun par non. 

Bei diesem referate hat E sich im ganzen darauf beschränkt, 
die vorläge durch weglassung nebensächlicher dinge zu verkürzen; 
nur v. 418 und 420 sind zur Vervollständigung hinzugefügt; grösser 
sind die abweichungen bei dem berichte der an Melior abgeschickten 
boten über den verlauf des kampfes mit dem herzog von Sachsen: 



& how pe kouherde for kare * kumsed to sorwe 
whanne he wold wip^pe child * wende him fromme ; 



& how boldely pat barn • bad pe couherde panne 
to grete wel his gode wiif • & gamely perafter 
alle his freliche felawes * biforn as i told. 



F. v. 2496—2509. 
Apres li ont conte" sans faille 



Com li avint de la bataille, 
Com le neveu le duc ocist 
Et com li dus puis le reprist; 
Comme il se deffendi au prendre 
Et com li dus le voloit pendre, 
Et com il fu puis de sa gent 
Rescous des Saisnes fierement, 
Et com le duc reprist le jour 
Et rendi a Tempereour 
Et comment il furent vencu 
Quant lor signor orent perdu, 

Et comme il fu navrls el cors 
Et comme en la prison est mors. 



E. v. 1361 — 72. 
{>anne bold pei here tijtly * al pe trewe sope 
at how miche meschef * here men were formest, 
& sef>|>e how wijtly william • went to here foos 
& dede deliuerly nym pe duk • to talke pus formest, 
Sc seppe pe grettest lordes • he garte here liif tine 



& also ]>ei told trewli • how he was take himselue 



& reddely his owne rinkes • 
& seppe what dedes he dede ■ 



rescued him after, 



he tok pe selue duk 



& brou 5t purth is bolde dedes * pe batayle to hende ; 



& sepen how pe duk for duel • deyde in here ward 
& how al saxoyne was set ' wip wel sadde lawes 
to wirche here faderes wille * pur^th william dedesi« 

Vgl. ferner F. v. 7477 — 7520 / E. v. 4204 — 65; F. v. 8096 — 
8128 / E. v. 4623 — 59; F. v. 8161 — 8242 / E. v. 467-2 — 4701. 

Gegen schluss von F. häufen sich diese referate über frühere er- 
lebnisse in unangenehmer weise; jeder neu hinzukommenden person 
werden alle ereignisse in grösster ausführlichkeit erzählt. E. that sehr 
wohl daran, diese abschnitte möglichst kurz wiederzugeben oder nur 



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3o 



anzudeuten und dadurch die ermüdung seiner zuhörer zu vermeiden; 
vgl. z. b. 5871 — 5906 / E. v. 3496—3512; F. v. 5920—90 / E. v. 
3528—40; F. v. 8489—8552 / E. v. 4868—70; F. v. 8750—83 / 
E. v. 4971—79. 

Nächstdem bemühte sich der "englische Übersetzer auch, das 
detail der erzählung weiter auszuschmücken; dies that er sowohl 
durch breitere ausführung des ihm gebotenen materials, als durch 
hinzufügung ganz neuer, meist recht hübscher zixge. Weiter aus- 
geführt ist z. b. die detailschilderung an folgenden stellen: 



F. v. 197. 
Em proie ert al£s li garous. 



e. v. 15 r 

j>at while was ]>e werwolf * went aboute his praye, 
what behoued to f>e barn * to bring as he mijt. 

E. v. 39 f. 
|>at |>e son of pe cry com • to f>e cowherde euene 
]>at he wist witeTly it was • pe voys of a chüde. 

E. v. 153. 
f>at maydenes&miz,thi men * manliche tohirecome. 

E. v. 190 f. 
forwhat f>i n g william wan • aday wif> his bowe 
were it fef>ered foul • or fourefotedbest. 

E. v. 218 f. 
pemperour panne hastely * f>at huge best folwed 
as stiffuly as is stede • mijt strecche 
on to renne. 
E. v. 263 f. 
Gof> jond to a gret lord * ]>at gayly is tyred, 
& on |>e feirest frek * for so{>e pat i haue seie. 

E. v. 881 f. 
pat he cast al his colour • and bicom pale, 
and eft red as rose • in a litel while. 
E. v. 907 f. 

Une eure ai chaut, autre eure'ai sumtime it hentis me wif> hete * as hot as ani fttrc, 
froit 

but quicliche so kene a cold • comes J>erafter. 

F. v. 1795 f. E. v. 1078-— 80. 

Partot a tramis ses messages his sondes f>anne he sente * swif>e al aboute 

Que viegne a lui tos ses barnages. to alle |>e lordes of his land * to lasse & to more, 

j>at ouzten him omage * or ani seute elles. 

E. v. 1395—97. 

& made hem as moche ioye • as mijt any bürde, 

kyndeliche clipping • & kessing hire fader 

& wif> a curteise cuntenaunce • william next after. 

v. 147 f.; F. v. 418 — 420 / E. v. 225 

330; F. v. 652 f. / E. v. 403 f.; F. v. 



F. v. 203. 
Quant li vachiers entent l'enfant. 

F. v. 316. 
Se la gens n'i fust acourue. 

F. v. 375. 
Car quant ses oisiax avoit pris. 

F. v. 412. 
Tant l'a sui tot a esles. 



F. v. 449. 
Nonques plus bei de lui ne vi. 

F. v. 1475 f. 
Si rougist sovent et tressue, 
Sovent change color et mue. 
F. v. 1502. 



F. v. 2528 f. 
De son pere grant joie fait 
Et de son ami ensement. 

vgl. ferner F. v. 314 / E. 
—228; F. v. 549 / E. v. 



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3i 

846 / E. v. 442; F. v. 1357 f. / E. v. 801 f.; F. v. 1660 / E. v. 
964; F. v. 1708 / E. v. 1006 f.; F. v. 1810 / E. v. 1104 f.; F. v. 
2163 / E. v. 1205; F. v. 2389 / E. v. 1283—85; F. v. 2880 / E. 
v. 1581 f. ; F. v. 3056 / E. v. 1704—7 J F. v. 3597 / E. v. 2014—17 ; 
F - v - 37 2 5 / E - v - 2133; F - v - 4008 / E- v. 2303 f.;- F. v. 5190 / 
E. v. 3108 f.; F. v. 5214 — 17 / E. v. 3127 — 30; F. v. 5219 / E. 
v. 3131; F. v. 5503 / E. v. 3284; F. v. 77 2 S— 2 7 / E - v - 4028— 
31 etc. 

Der englische dichter liebt es auch, das, was er gesagt hat, 
durch negirung des gegentheils zu bekräftigen, so z. b.: 

F. v. 286. E. v. 118 f. 

Mult sot la dame engien et mal. For al |>e werk of wicchecraft • wel ynouz, jhe 

coujde, 
nede nadde £he namore'of nigramauncy 
to lore. 

Andrerseits giebt es natürlich auch eine anzahl von stellen, an 
denen E sich kürzer fasst, als F., so z. b. : 

F. v. 1145—52. E. v. 671. 

Puis li baise, ce li ert vis He wend to haue laujt f>at lady * louely in armes. 

Et bouche et n£s et iex et vis ; 
Et il li tot si faitement 
Com sei tenist apertement 
Tot nu a nu entre sa brace, 
Li rebaisoit la soie face, 
Son col le blanc et sa poitrine, 
Sauve l'onor a la meschine. 



E. v. II 12. 

& alle sede at o sawe. 



E. v. 2644. 
ac pe quen for no cas * no wold f>at wedding graunt. 



F. v. 1828 f. 
Ce li loent et duc et conte 
Et l'autre gent communement 

F. v. 4425—32. 
• . . mais en nule maniere 
Por promesse ne por proiere 
Ne par force ne par pooir 
Ne pot la damoiselle avoir. 

vgl. ferner F. v. 1439—42 / E. v. 854; F. v. 1456 f. / E. v. 868; 

F. v. 1825 f. / E. v. 1107; F. v. 2433 — 39 / E. v. 1323—25 etc. 

Bemerkenswerthe neue ziige sind in E. hinzugefügt worden, z. b. : 



F. v. 191. 
De pasture la nuit repaire. 



E. v. 12 — 14. 

pe herd sat pan wip hound * a^ene f>e hote 

sunne 
Nou£t fully a furlong * fro f>at fayre cbild, 
clou^tand kyndely his schon • as to here 
craft falles. 



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3* 



F. v. 198. 
Li enfes est remis tos sous. 



F. v. 206. 

Merveille soi de grant maniere. 



F. v. 210. 
Mult le blandist et afavele. 



F. v. 213. 

Et eil entre ses bras le prent. 



F. v. 581. 
Lors prent congil. 



F. v. 1384. 
Assises sont desous une ente. 



F. v. 1444 f. 
Si fu del damoisel esprise 
La damoisele et embrasee. 

F. v. 2744. 
Alls i est por lui veoir. 



E. v. 17 — 20. 

f>e child pan darked in his den * dernly him one 
&wasabigbold barn*& breme of hisage; 
For spakly speke it coupe ]>o * & redi- 

liche towawe. 
Louely lay it along'in his lonely dennc. 

E. v. 54 f. 
{>e cherl wondred of f>at chaunce*& chastised 

his dogge 
bad him blinne of his berking • & to J>e 

barn talked. 

E. v. 56— 59. 
acoyed it to come to him • & clepud hit oft, 
& foded it wip floures * & wif> faire 

byhest, 
& hijt it hastely to haue • what itwold 

jerne, 
appeles & alle pinges • f>at children 

after wilnen, 

E. v. 62 — 64. 

pe cherl ful cherli f>at child * tok in his armes 

&kestit&clipped*andoftcristf>onkes, 

f>at hade him sent po sonde * swiche 

prey to finde. 

E. ▼. 351—353. 
panne ]>at barn as biliue * bygan forto 

glade 
{>at he so realy schuld ride • & redeli as 

swipe 
Ful curteisle of f>e couherde • he cacces his leue. 

E. v. 828 f. 
but feipli for febulnesse * feynt wax 

sehe sone 
f>at vnder a semli sikamour * sehe sett 

hire to reste. 

E. v. 855 f. 
sehe pout proly in herte • f>at leuer hire were 
haue weit him at wille • f>an of {>e world 
be quene. 

E. v. 1497 f. 
he went wijtli to william • to wite how he ferde 
& kni^tes folwed him for{> • fiue o{>er 
sixe. 



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33 



F. v. 3155. 
Ce li dient si compaignon. 



F. v. 4159. 
Se descousirent de lor piaus. 



E. v. 1783 f. 
panne were his felawes fain * for he 

was adradde 
& lau£eden at pat god layk. 

E. v. 2420—27. 

& as bliue pe bere schinnes • from here bodi pei 

hent, 
& \v15tly wrapped hem togadere • wittow for sope, 
& blipe were pei bope panne * to bihold on ober ; 
for feipli a fourteni£t * non hade seie operes face, 
panne clipt pei & kest * for al here cares colde, 
& william ful wi£tly • waited out of pe caue 
& bihuld ful busily * aboute on eche side 
£if enywi^t were walkende * but he non seie. 



F. v. 5645. 



E. v. 33 6 9— 71. 
Gard£s, por aus ne perdds terre. & ne leses no lond * lordinges, god forbede! 

eche lud penk on his leinman • & for hire 

loue so fi$t, 
to winne worchipperwip'inworldefor- 
euermore. 

vgl. ferner F. v. 211 f. / E. v. 60 f.; F. v. 256 — 258 / E. v. 97 f.; 
F. v. 266 / E. v. 102 — 104; F. v. 365 — 367 / E. v. 174 — 176; F. v. 
444 / E. v. 256 f.; F. v. 494 f. / E. v. 293 — 295; F. v. 599 / 
E. v. 360 f. 366 f.; F. v. 634 f. / E. v. 387 f.; F. v. 637—39 / 
E. v. 390 f.; F. v. 1276 — 82 / E. v. 742 — 747; F. v. 1289 *• / 

E. v. 762 f.; F. v. 1747 / E. v. 1048 — 51 ; F. v. 1875 / Ev - XI S° *m 

F. v. 2392 / E. v. 1292 f.; F. v. 2450—52 / E. v. 1333 f.; F. v. 
2917 / E. v. 1607 — 9; F. v. 2971 — 73 / E. v. 1655 f.; F. v. 3065 / 

E. v. 17 13— 15; F. v. 3084 / E. v. 1731 f.; F. v. 3150 / E. v. 
1769 f.; F. v. 3193 f. / E. v. 1792 f.; F. v. 3532 / E. v. 1986; 

F. v. 3649—53 / E. v. 2054—59-, F. v. 3767 f. / E. v. 2179—81; 
F. v. 3968 f. / E. v. 2276; F. v. 3988—90 / E. v. 2288 f.; F. v. 
4025 f. / E. v. 2318—23; F. v. 4086 f. / E. v. 2373—76; F. v. 
4180 f. / E. v. 2443 f.; F. v. 4325 / E. v. 2541—44; F. v. 4574 f. / 

E. v. 2730— 32; F. v. 4975 / E. v. 2995; F. v. 5164 / E. v. 3071 ; 

F. v. 5410 / E. v. 3232—34; F. v. 5454 / E. v. 3258 etc. 

Auf der anderen seite ist durch die vielfachen kürzungen in E. 
auch mancher hübsche zug von F. verloren gegangen ; vgl. z. b. 



F. v. 404 f. 
Car ne li estoit mie bei 
Qu'ensi estoit tos seus remes. 



E. v. 212. 
pemperour on his stif stede etc. 



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34 



E. v. 1440. 
f>e gode emperour of grece • ]>e grettest of us alle 



F. v. 416. 
Si li torne amult grant anui. 

F. v. 2614—18. 
L'empereor a cui apent 
Toute Gresse et Constantinoble, 
Qui tant par est et riche et noble 
Les illes et les regions 
Et les grans habitations. 

F. v. 3165 f. E. v. 1780. 

A vis deables les commant but ]>ei seie me noujt etc. 

Qui tant par sont hisdeus et grant. 

F. v. 3276—80. E..v. 1856 f. 

Et li vilains pas ne sejorne he brak vp fro pat beste • & bigan to flene, 

Qui d'autrepartmult tost s'enfuit. as hard as he mi5t • his liif for to saue. 
Ja ne quide veoir la nuit. 
Soventes fois regarde ar- 

riere 
Qu'apresluin'autla beste 

fiere. 



F. v. 3302—5. 
Sachie's de voir, mult s'en 

esjoient 
Et rendentgracesetmercis 
Au roisouvrainde paradis. 
Ce dist Guillaumes a s'amie. 

F. v. 3321—28. 
Chascuns a traite sa main nue 
Fors de la pel c'avoit vestue; 
Car cele qui es piax les mist 
A les enkeudre ensi le fist 
Que chascuns puet sa main avoir 
Si com lui piaist, a son voloir. 
Par les geules qui sont es piax 
S'entrepaissoient des morssiax. 

F. v. 3374—8o. 
Tant ont dormi en la ramee 
Qu'en droit vespre sont esveillie\ 
Mais de ce sont esmerveillie' 
Que dormi ont si longhement. 
Ensi sont en Tembuschement 
Tant que la nuit fu parvenue; 
Adont ont lor voie tenue. 



E. v. 1869. 



& mekli to meliors etc. 



E. v. 188 r. 



pei ete at here ese • as ]>ei mi^t panne. 



E. v. 



1912. 



pan awaked J>ei wijtli 



Sc went on here gate.« 



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35 



F- v. 3571—73- E. v. 2004 f. 

Puis li a commencie* son conte. alisaundrine f>an anon • after f>at ilke 
L'eve del euer as ex li seide ful soberli * sore adrad in herte. 

monte, 
Aval li file la maissele. 



E. v. 2472. 
whan he saw it al sound * so glad was he f>anne etc. 



F. v. 4225—32. 
Mult s'esjoist de l'aventure. 
Son enfant baise et asseure 
Qui encore pas ne savoit 
Se c'ert beste qui le tenoit. 
Et quant il reconnut son pere 
Et vit la gent qui o lui ere, 
Les^bras li tent et si l'acole, 
Et joue et rit, a lui parole. 

vgl. ferner F. v. 3521 — 25 / E. v. 1979; F. v. 3873 f. / E. v. 2214; 
F - v - 39 6 5 — 67 / E. v. 2275; F. v. 3979— 83 / E. v. 2327 f.; 
F. v. 4072—74 / E. v. 2365; F. v. 4233—37 / E - v. 2476; F. v. 
4503 — 12 / E. v. 2696 f.; F. v. 4953 — 58 / E. v. 2990; F. v. 
5508—11 / E. v. 3286. 

Oft aber ist der englische bearbeiter bei der ausschmückung des 
details zu weit gegangen und hat übertrieben; vgl. z. b. 

F. v. 1129 f. E. v. 661. 

Mais c'un petit avoit ansdous al biweped for wo. 
Ses biax iex tristes et plorous. 

F. v. 1300 f. E. v. 766 f. 

Ensi cel jor tel vie maine swiche sorwe he suffred • a seuenijt fülle, 

Conques ne but ne ne mangea. |>at neuer mannes mete • ne mi£t in his bodi sinke. 



F. v. 1383. 
Forment li piaist et atalente. 



F. v. 1992. 
Signor baron , ne tardons mie. 



E. v. 825—829. 
ac meliors for al |>at merpe * mornede so stronge, 
so harde hacches of loue • here hert hadde |>irled, 
J>at per nas gle vnder god * pat hire glade mi£t. 
but feij>li for febulnesse * feynt wax sehe sone 
pat vnder a semli sikamour • sehe sett hire to reste. 

E. v. 11 88. 
& hoso failep for feyntyce • wild für him 
forbrenne. 



F. v. 3520. E. v. 1974—78. 

En la chambre entre par grant ire. pemperour whan he it wist 'wodwaxhenere 

& went himself in wraf>e • to f>at worpies 
chaumber, 
3" 



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36 

& driues in at f>at dore • as a deuel of 
helle. 

he gan to clepe & crie • & gan to kurse 
fast, 

»where dwelle je, a deuel wai * je, da- 
miseles, so long?« 

ferner F. v. 1183 / E. v. 691; F. v. 1674 f. / E. v. 978 f.; F. v. 
1794 / E. v. 1076; F. v. 2741—43 / E. v. 1494; F. v. 3335 f. / 
E. v. 1888; F. v. 3649 / E. v. 2052 — 54. 2061 f.; F. v. 4529 / 
E. v. 2703; F. v. 8297 — 99 / E. v. 4742 — 45 etc. 



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VITA. 



Natus sum , Maximilianus Kalu2a, Ratiboriae die XXII. mensis 
Sept. anni MDCCCLVI. patre Francisco, matre Maria e gente 
Winkler, quos superstites esse valde gaudeo. * Primo in scholis urbis 
meae patriae, inde ab anno MDCCCLXX. Vratislaviae in gymnasio 
ad St. Matthiam litteris instructus, m. Octobr. a. MDCCCLXXIV. 
testimonio matiiritatis munitus civibus adscriptus sum Universitatis 
Litterariae Viadrinae Vratislaviensis. Per quinque semestria lectionibus 
interfui theologicis professorum reverendissimorum Bittner, Friedlieb, 
Lämmer, Probst, Scholz simulque philosophiae et litteris orientalicis 
operam dedi magistris Elvenich, Magnus, Schmölders. Mense Aprilis 
a. MDCCCLXXVTI. venia rite impetrata rus me contuli; mense Maji 
anni sequentis Vratislaviam redii atque apud facultatem philosophorum 
nomen professus lectionibus interfui professorum illustrissimorum : 
Dilthey, Gröber, Hertz, Kölbing, Reifferscheid ,. Schultz , Weinhold ; 
per duo semestria sodalis fui Seminarii Regii Rom. et Angl. auspiciis 
profF. Groeber et Kölbing. 

His et quos supra dixi viris doctissimis gratias ago quam 
maximas. 



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32101 067689255 



THESEN. 



i) Zur Feststellung der zeitlichen aufeinanderfolge der allitteriren- 
den englischen gedichte des vierzehnten Jahrhunderts ist vor allem 
eine genaue Untersuchung der metrischen eigenthümlichkeiten der ein- 
zelnen gedichte erforderlich. 

2) Das älteste uns erhaltene denkmal dieser allitterationspoesie 
ist Joseph of Arimathie ; demnächst folgt William of Palerne ; viel 
später falten, wie schon Trautmann behauptet hat, die Alexander- 
frägmente. 

3) Die ansieht, Shakespeare's Julius Caesar müsse richtiger den 
titel Brutus führen, ist falsch, 

4) Chanson de Roland, v. 2267 ist zu lesen: 

Muntet un tertre desuz un arbre bei. 

5) Messire Gauvain ou La vehgeance de Raguidel ist von 
Raoul de Houdenc verfasst; jedoch ist die episode von dem Noir 
Chevalier und der Pucele de Gautdestroit wahrscheinlich nur eine 
bearbeitung eines anderen, vielleicht unvollendet gebliebenen gedichtes. 

6) Die gottesbeweise Spinozas sind keine Vollendung der karte- 
sianischen gottesbeweise. 



Pierer'sche hof buchdruckerei. Stephan Geibel & Co. in Altenburg. 



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